diff --git a/edu/api/decks.php b/edu/api/decks.php index 1b80975..329b8fe 100644 --- a/edu/api/decks.php +++ b/edu/api/decks.php @@ -18,38 +18,6 @@ if (get_method() === 'GET' && empty($segments[1])) { json_ok(['decks' => $stmt->fetchAll()]); } -// GET /api/decks/export-anki — download all cards as Anki TSV -if (get_method() === 'GET' && ($segments[1] ?? '') === 'export-anki') { - $stmt = $pdo->query(" - SELECT d.name AS deck_name, c.question, c.answer, c.level - FROM cards c JOIN decks d ON d.id = c.deck_id - ORDER BY d.sort_order, d.name, c.sort_order - "); - $cards = $stmt->fetchAll(); - - header('Content-Type: text/tab-separated-values; charset=utf-8'); - header('Content-Disposition: attachment; filename="sol2_training_anki_' . date('Y-m-d') . '.txt"'); - header('Cache-Control: no-cache'); - - // Clean markdown formatting for Anki: backticks -> , ** -> - function anki_format($text) { - $t = $text; - $t = preg_replace('/```(\w*)\n(.*?)```/s', '
$2
', $t); - $t = str_replace('`', '', $t); - $t = preg_replace('/\*\*(.+?)\*\*/', '$1', $t); - $t = str_replace("\n", '
', $t); - $t = str_replace("\t", ' ', $t); - return $t; - } - - foreach ($cards as $c) { - $q = anki_format($c['question']); - $a = anki_format($c['answer']); - echo $q . "\t" . $a . "\t" . 'Sol2-Training::' . $c['deck_name'] . "\t" . $c['level'] . "\n"; - } - exit; -} - // GET /api/decks/{slug} if (get_method() === 'GET' && !empty($segments[1])) { $stmt = $pdo->prepare("SELECT * FROM decks WHERE slug = :s"); diff --git a/edu/content/flashcards/deck-datenbankdesign.md b/edu/content/flashcards/deck-datenbankdesign.md deleted file mode 100644 index b7d3a83..0000000 --- a/edu/content/flashcards/deck-datenbankdesign.md +++ /dev/null @@ -1,256 +0,0 @@ -# Flashcard Deck: Datenbankdesign & Solution2-Patterns - -**Thema**: Relationales Datenbankdesign mit echten Solution2-Beispielen -**Schwierigkeit**: Anfaenger -> Fortgeschritten -**Karten**: 20 - ---- - -## Karte 1 | Basis -**Q:** Was ist ein Primary Key und welche Konvention verwendet Solution2? -**A:** Ein Primary Key ist ein eindeutiger Bezeichner fuer jeden Datensatz. Solution2-Konvention: Der Primary Key heisst meistens wie die Tabelle + Suffix, z.B.: -- Tabelle `orders` -> PK `orders` (INTEGER) -- Tabelle `parts` -> PK `parts` (INTEGER) -- Tabelle `company` -> PK `company` (INTEGER) -Die Werte werden ueber Nummernkreise (Counter-Tabellen) vergeben, NICHT ueber PostgreSQL-Sequences. - ---- - -## Karte 2 | Basis -**Q:** Was ist ein Foreign Key? Nenne ein Beispiel aus Solution2. -**A:** Ein Foreign Key verknuepft zwei Tabellen. In Solution2 z.B.: -- `orderitems.orders` -> verweist auf `orders.orders` (Welchem Auftrag gehoert die Position?) -- `orderitems.parts` -> verweist auf `parts.parts` (Welcher Artikel?) -- `customerinvoices.company` -> verweist auf `company.company` (Welcher Kunde?) -Der FK stellt sicher, dass nur existierende Auftraege/Artikel/Kunden referenziert werden koennen. - ---- - -## Karte 3 | Basis -**Q:** Was bedeutet Normalisierung und warum ist sie wichtig? -**A:** Normalisierung vermeidet Datenredundanz. Beispiel aus Solution2: -**Falsch (unnormalisiert):** In `orders` den Kundennamen direkt speichern -> bei Namensaenderung muessten ALLE Auftraege aktualisiert werden. -**Richtig (normalisiert):** `orders.company` enthaelt nur die Company-ID -> der aktuelle Name wird aus `company` gelesen. -Solution2 ist voll normalisiert: Stammdaten (Adressen, Artikel) werden an EINER Stelle gepflegt und ueberall referenziert. - ---- - -## Karte 4 | Basis -**Q:** Was ist der Unterschied zwischen `INTEGER`, `BIGINT`, `SERIAL` und `TEXT` in PostgreSQL? -**A:** - `INTEGER`: 32-bit Ganzzahl (-2 Mrd bis +2 Mrd) — Standard fuer Solution2 IDs -- `BIGINT`: 64-bit Ganzzahl — fuer sehr grosse Zaehler -- `SERIAL`: Kein echter Datentyp! Kurzform fuer `INTEGER + automatische Sequence` -- `TEXT`: Unbegrenzt langer String — in PostgreSQL genauso schnell wie VARCHAR -- `BOOLEAN`: true/false — z.B. `valid`-Spalte in Solution2 -- `TIMESTAMP`: Datum + Uhrzeit — z.B. `created`, `modtime` in Solution2 -- `NUMERIC(p,s)`: Exakte Dezimalzahl — fuer Geldbetraege (z.B. Rechnungssummen) - ---- - -## Karte 5 | Basis -**Q:** Warum verwendet Solution2 `NUMERIC` statt `FLOAT` fuer Geldbetraege? -**A:** `FLOAT` hat Rundungsfehler: `0.1 + 0.2 = 0.30000000000000004`. Bei Geldbetraegen ist das inakzeptabel — eine Rechnung ueber 100,00 Euro darf nicht als 99,99999 gespeichert werden. -`NUMERIC(15,2)` speichert exakt 15 Stellen mit 2 Nachkommastellen. Solution2 nutzt dies fuer alle Betrags-Felder (Preise, Summen, Steuern). Die `orders`-Tabelle hat z.B. ueber 20 NUMERIC-Spalten fuer verschiedene Betraege. - ---- - -## Karte 6 | Basis -**Q:** Was ist ein INDEX und wann braucht man einen? -**A:** Ein Index beschleunigt Abfragen — wie ein Stichwortverzeichnis in einem Buch. PostgreSQL muss nicht die ganze Tabelle durchsuchen. -**Solution2-Beispiel:** Die `orders`-Tabelle hat ~100 Spalten und kann tausende Zeilen haben. Ohne Index auf `company` muesste PostgreSQL JEDEN Auftrag pruefen um die eines Kunden zu finden. -```sql -CREATE INDEX idx_orders_company ON orders(company); --- Jetzt: SELECT * FROM orders WHERE company = 42 ist schnell -``` -Indizes kosten Speicher und verlangsamen INSERTs — nur dort anlegen wo oft gesucht wird. - ---- - -## Karte 7 | Mittel -**Q:** Wie sieht die Tabellenstruktur eines typischen Solution2-Geschaeftsprozesses aus? -**A:** Am Beispiel Auftragsabwicklung: -``` -orders (Auftragskopf) - |-- orderitems (Auftragspositionen) - | - +-> deliverynotes (Lieferscheine) - |-- deliverynoteitems - | - +-> customerinvoices (Rechnungen, 90 Spalten!) - |-- customerinvoiceitems -``` -Jede Ebene referenziert die vorherige per FK. Ein Auftrag kann mehrere Lieferscheine haben, ein Lieferschein kann zu einer Rechnung fuehren. Das ist die klassische **Auftrags-Lieferschein-Rechnung-Kette**. - ---- - -## Karte 8 | Mittel -**Q:** Warum hat die `orders`-Tabelle in Solution2 ueber 100 Spalten? -**A:** Solution2 speichert am Auftragskopf alle relevanten Informationen zum Zeitpunkt der Erstellung: -- Kundenreferenz, Lieferadresse, Rechnungsadresse -- Zahlungsbedingungen, Waehrung, Wechselkurs -- Steuerinfos (MwSt-Saetze, Steuer-IDs) -- Rabatte, Zuschlaege, Frachtkosten -- Status-Flags, Genehmigungsstatus, Prioritaet -- Audit-Felder (created, modtime, revisor, valid) -Das ist ein bewusstes Design: Zum Zeitpunkt der Rechnung muessen die Original-Konditionen verfuegbar sein, auch wenn sich Kundendaten seitdem geaendert haben. - ---- - -## Karte 9 | Mittel -**Q:** Was ist eine Nummernkreis-Tabelle und warum nutzt Solution2 diese statt PostgreSQL-Sequences? -**A:** Solution2 hat eine Tabelle `nextnumber` die Zaehler fuer verschiedene Nummernkreise verwaltet: -- Auftragsnummern, Rechnungsnummern, Artikelnummern etc. -- Jeder Nummernkreis hat einen eigenen Eintrag mit dem naechsten freien Wert. -**Vorteile gegenueber Sequences:** Lueckenlose Nummernfolgen (gesetzlich erforderlich bei Rechnungen!), flexible Formate (z.B. "RE-2026-0001"), verschiedene Nummernkreise pro Geschaeftsjahr. -**Nachteil:** Muss in einer Transaktion gesperrt werden um Duplikate zu vermeiden. - ---- - -## Karte 10 | Mittel -**Q:** Was ist ein Composite Key? Gibt es Beispiele in Solution2? -**A:** Ein Composite Key besteht aus mehreren Spalten die zusammen eindeutig sind. In Solution2 z.B.: -- `orderitems`: Kombination aus `orders` (Auftrags-ID) + `position` (Positionsnummer) -- `additionalfields`: Kombination aus `tablename` + `fieldname` (Zusatzfeld-Definition) -- `inventoryquantities`: Kombination aus `parts` + `warehouse` (Bestand pro Artikel pro Lager) -In PostgreSQL: `PRIMARY KEY (orders, position)` oder `UNIQUE (parts, warehouse)`. - ---- - -## Karte 11 | Mittel -**Q:** Was ist `EXPLAIN ANALYZE` und wie nutzt man es fuer Solution2? -**A:** `EXPLAIN ANALYZE` zeigt den tatsaechlichen Ausfuehrungsplan einer Query: -```sql -EXPLAIN ANALYZE -SELECT o.*, c.name1 -FROM orders o -JOIN company c ON c.company = o.company -WHERE o.valid = true AND o.status = 'A'; -``` -**Worauf achten:** -- `Seq Scan` auf grosse Tabellen = Index fehlt! -- `Nested Loop` bei vielen Zeilen = ineffizient, besser Hash/Merge Join -- `actual time` vs `rows` = Verhaeltnis zeigt Effizienz -Typischer Fix: `CREATE INDEX idx_orders_status ON orders(status) WHERE valid = true;` - ---- - -## Karte 12 | Mittel -**Q:** Was ist ein Partial Index und wann ist er in Solution2 sinnvoll? -**A:** Ein Partial Index indexiert nur einen Teil der Tabelle: -```sql -CREATE INDEX idx_orders_active ON orders(company, status) - WHERE valid = true; -``` -Da Solution2 Soft-Delete nutzt (`valid = false`), sind oft 80%+ der Datensaetze "geloescht" aber noch in der Tabelle. Ein Partial Index auf `WHERE valid = true` ist viel kleiner und schneller als ein voller Index. **Best Practice:** Fuer alle haeufigen Queries auf aktive Datensaetze Partial Indices verwenden. - ---- - -## Karte 13 | Mittel -**Q:** Was sind die wichtigsten PostgreSQL-Datentypen die Solution2 NICHT standardmaessig nutzt, die aber nuetzlich waeren? -**A:** - `JSONB`: Strukturierte Daten ohne festes Schema — ideal fuer Konfigurationen, API-Responses. Kann indexiert werden! -- `ARRAY`: Mehrere Werte in einer Spalte — z.B. Tags, Kategorie-Listen -- `UUID`: Universell eindeutige IDs — besser als INTEGER fuer verteilte Systeme -- `TSTZRANGE`: Zeitbereiche — z.B. Gueltigkeitszeitraeume fuer Preise -- `INET/CIDR`: IP-Adressen — fuer Audit-Logs -Solution2 ist historisch gewachsen (FrontBase-Herkunft) und nutzt hauptsaechlich INTEGER, TEXT, NUMERIC, BOOLEAN, TIMESTAMP. - ---- - -## Karte 14 | Fortgeschritten -**Q:** Was ist ein Deadlock und wie vermeidet man ihn in Solution2? -**A:** Ein Deadlock entsteht wenn zwei Transaktionen gegenseitig auf Ressourcen warten: -- Transaktion A sperrt Zeile 1, will Zeile 2 -- Transaktion B sperrt Zeile 2, will Zeile 1 --> Beide warten ewig. PostgreSQL erkennt das und bricht EINE Transaktion ab (Error 40P01). -**Vermeidung in Solution2:** -- Immer in der gleichen Reihenfolge sperren (z.B. erst Auftragskopf, dann Positionen) -- Transaktionen so kurz wie moeglich halten -- SELECT FOR UPDATE nur wenn noetig -- Bei Error 40P01: Transaktion wiederholen (Retry-Pattern) - ---- - -## Karte 15 | Fortgeschritten -**Q:** Was bedeutet `ON DELETE CASCADE` und wo ist es in Solution2 gefaehrlich? -**A:** `ON DELETE CASCADE` loescht automatisch abhaengige Datensaetze wenn der Parent geloescht wird. Z.B. `orderitems.orders REFERENCES orders(orders) ON DELETE CASCADE` wuerde alle Positionen loeschen wenn ein Auftrag geloescht wird. -**In Solution2 NICHT verwenden!** Weil: -1. Solution2 nutzt Soft-Delete (`valid = false`) statt echtem DELETE -2. Historische Daten muessen erhalten bleiben (Revisionssicherheit) -3. CASCADE kann unbeabsichtigt riesige Datenverluste verursachen -Solution2 nutzt stattdessen `ON DELETE RESTRICT` (Standard) — Loeschen wird verhindert wenn abhaengige Daten existieren. - ---- - -## Karte 16 | Fortgeschritten -**Q:** Wie funktioniert `pg_dump` fuer Solution2-Backups? -**A:** ```bash -# Vollstaendiges Backup (Custom-Format, komprimiert) -pg_dump -U postgres -Fc -Z9 -d masterdemo -f backup.dump - -# Nur Schema (ohne Daten) -pg_dump -U postgres -s -d masterdemo -f schema.sql - -# Nur eine Tabelle -pg_dump -U postgres -t orders -d masterdemo -f orders.sql - -# Wiederherstellen -pg_restore -U postgres -d masterdemo -c backup.dump -``` -**Fuer Docker:** `docker exec postgres-local pg_dump -U postgres -Fc -d masterdemo > backup.dump` -Automatisierte Backups laufen auf dem Pi taeglich um 02:30 Uhr. - ---- - -## Karte 17 | Fortgeschritten -**Q:** Was ist der Unterschied zwischen `VACUUM` und `VACUUM FULL` in PostgreSQL? -**A:** - `VACUUM`: Markiert geloeschte Zeilen als wiederverwendbar. Blockiert KEINE Tabellen, laeuft im Hintergrund (Autovacuum). -- `VACUUM FULL`: Schreibt die gesamte Tabelle physisch neu, gibt Speicher ans OS zurueck. **Sperrt die Tabelle exklusiv!** -**Fuer Solution2:** Autovacuum reicht normalerweise. `VACUUM FULL` nur nach massiven Loeschaktionen (z.B. nach Bereinigung alter Bewegungsdaten). Nie waehrend Geschaeftszeiten ausfuehren! - ---- - -## Karte 18 | Fortgeschritten -**Q:** Was sind CTEs (Common Table Expressions) und wie nutzt man sie? -**A:** CTEs sind "benannte Subqueries" — machen komplexe Queries lesbar: -```sql --- Alle Kunden mit offenem Auftragsvolumen > 10.000 EUR -WITH offene_auftraege AS ( - SELECT company, SUM(totalamount) AS gesamt - FROM orders - WHERE valid = true AND status IN ('A', 'B') - GROUP BY company -) -SELECT c.name1, oa.gesamt -FROM offene_auftraege oa -JOIN company c ON c.company = oa.company -WHERE oa.gesamt > 10000 -ORDER BY oa.gesamt DESC; -``` -CTEs koennen auch rekursiv sein — z.B. fuer Stuecklisten-Aufloesung (BOM explosion). - ---- - -## Karte 19 | Fortgeschritten -**Q:** Was sind Window Functions und wozu braucht man sie in Solution2? -**A:** Window Functions berechnen Werte ueber eine Gruppe von Zeilen OHNE sie zu gruppieren: -```sql --- Kumulierte Umsaetze pro Kunde, nach Datum sortiert -SELECT company, orderdate, totalamount, - SUM(totalamount) OVER (PARTITION BY company ORDER BY orderdate) AS kumuliert, - ROW_NUMBER() OVER (PARTITION BY company ORDER BY orderdate DESC) AS rang -FROM orders -WHERE valid = true; -``` -**Typische Anwendungen:** Ranglisten, laufende Summen, Vergleich mit Vorperiode, Top-N pro Gruppe. Viel effizienter als Subqueries! - ---- - -## Karte 20 | Fortgeschritten -**Q:** Was muss man bei der Migration von FrontBase nach PostgreSQL beachten? -**A:** Solution2 wurde urspruenglich fuer FrontBase entwickelt. Wichtige Unterschiede: -- **Case Sensitivity:** PostgreSQL ist case-sensitive bei Spaltennamen in Anfuehrungszeichen (`"Name"` != `name`) -- **Boolean:** FrontBase nutzt INTEGER (0/1), PostgreSQL hat echtes BOOLEAN -- **BLOBs:** Verschiedene Speichermechanismen (FrontBase Inline vs PostgreSQL TOAST) -- **Transaktionen:** FrontBase hat andere Isolation-Level-Defaults -- **Sequences:** FrontBase hatte eigenes Counter-System, PostgreSQL hat native Sequences -Die Migration nutzt ein spezielles Toolset (`sol2-migration`) das Datentyp-Konvertierung und BLOB-Transfer automatisiert. diff --git a/edu/content/flashcards/deck-postgresql.md b/edu/content/flashcards/deck-postgresql.md deleted file mode 100644 index 92abafa..0000000 --- a/edu/content/flashcards/deck-postgresql.md +++ /dev/null @@ -1,217 +0,0 @@ -# Flashcard Deck: PostgreSQL Grundlagen & Konfiguration - -**Thema**: PostgreSQL-spezifisches Wissen fuer Solution2-Entwickler -**Schwierigkeit**: Anfaenger -> Fortgeschritten -**Karten**: 20 - ---- - -## Karte 1 | Basis -**Q:** Welcher DAM (Data Access Module) wird fuer PostgreSQL in Omnis verwendet? -**A:** `PGSQLDAM` (auch als `PostgresDAM` in der INI-Datei). Omnis laedt die Bibliothek `dampgsql.so` (Linux) bzw. `dampgsql.dll` (Windows), die wiederum `libpq` (die offizielle PostgreSQL-Client-Bibliothek) nutzt. - ---- - -## Karte 2 | Basis -**Q:** Was ist `libpq` und warum ist es fuer Solution2 wichtig? -**A:** `libpq` ist die offizielle C-Client-Bibliothek von PostgreSQL. Omnis' `dampgsql.so` nutzt `dlopen()` um libpq zur Laufzeit zu laden. Ohne libpq crasht Omnis beim Datenbankzugriff mit "double free or corruption" (SIGABRT) oder "general protection fault" (SIGSEGV). In Docker muss ein Symlink erstellt werden: `ln -s /usr/lib/x86_64-linux-gnu/libpq.so.5 /opt/omnis/libpq.so` - ---- - -## Karte 3 | Basis -**Q:** Wie sieht die PostgreSQL-Verbindungskonfiguration in der Solution2-INI-Datei aus? -**A:** ``` -[SQL] -Database=PostgreSQL -DatabaseName=masterdemo -HostIP=postgres -HostPort=5432 -UserName=soluser -DAM=PostgresDAM -Schema=soluser -``` -**ACHTUNG:** Es muss `HostPort` heissen, NICHT `Port`! Omnis liest `$getSectionParameter('SQL','HostPort')`. - ---- - -## Karte 4 | Basis -**Q:** Welche Standard-Rollen gibt es in einer Solution2 PostgreSQL-Datenbank? -**A:** - `sol2_system`: Schema-Owner, erstellt Tabellen und Objekte -- `soluser`: Anwendungsbenutzer mit CRUD-Rechten, wird von Omnis verwendet -- Optional: `kunde_readonly`: Lesezugriff fuer Reporting/Monitoring. -Rechte werden ueber `ALTER DEFAULT PRIVILEGES` automatisch vergeben: `ALTER DEFAULT PRIVILEGES FOR ROLE sol2_system GRANT ALL ON TABLES TO soluser;` - ---- - -## Karte 5 | Basis -**Q:** Was ist der Unterschied zwischen `$logon()` und `$execdirect()` in Omnis? -**A:** - `$logon()` erstellt eine **persistente Datenbank-Session** mit voller Transaktionskontrolle ($begin/$commit/$rollback) -- `$execdirect()` fuehrt ein **einzelnes SQL-Statement** direkt aus, mit Auto-Commit. -Fuer alles was zusammenhaengt (z.B. Auftrag + Positionen anlegen) MUSS eine Session mit expliziter Transaktion verwendet werden. - ---- - -## Karte 6 | Basis -**Q:** Wie funktioniert eine Transaktion in Omnis/Solution2? -**A:** ```omnis -Do lSess.$begin() Returns #F ;; START TRANSACTION - Do lStmt.$execdirect(lSQL1) Returns #F - Do lStmt.$execdirect(lSQL2) Returns #F -If lAllesOK - Do lSess.$commit() Returns #F ;; COMMIT -Else - Do lSess.$rollback() Returns #F ;; ROLLBACK -End If -``` -Immer `#F` (flag) pruefen! Bei Fehler sofort `$rollback()`. - ---- - -## Karte 7 | Mittel -**Q:** Was sind die wichtigsten PostgreSQL-Tuning-Parameter fuer Solution2? -**A:** - `shared_buffers` = 25% RAM (Cache fuer Tabellendaten) -- `effective_cache_size` = 75% RAM (Planer-Hint fuer OS-Cache) -- `work_mem` = RAM / (max_connections * 4) (pro Query-Sortierung) -- `maintenance_work_mem` = RAM / 32 (fuer VACUUM, CREATE INDEX) -- `max_connections` = 100 (Standard, reicht fuer Omnis + n8n + pgAdmin) -- `log_min_duration_statement` = 250ms (Slow-Query-Logging) - ---- - -## Karte 8 | Mittel -**Q:** Was passiert wenn in PostgreSQL ein `SELECT` ohne Transaktion laeuft? -**A:** PostgreSQL wrapt jedes einzelne Statement automatisch in eine Transaktion (Auto-Commit). Das bedeutet: Ein einzelnes `SELECT` sieht immer einen konsistenten Snapshot. Aber wenn du ZWEI aufeinanderfolgende SELECTs ohne explizite Transaktion machst, koennen sie unterschiedliche Daten sehen, weil dazwischen ein anderer Benutzer etwas geaendert haben kann. - ---- - -## Karte 9 | Mittel -**Q:** Was sind die PostgreSQL Isolation Levels und welcher wird in Solution2 typisch verwendet? -**A:** - `READ COMMITTED` (Standard in PostgreSQL und Solution2): Jedes Statement sieht nur Daten die VOR dem Statement committed wurden -- `REPEATABLE READ`: Die gesamte Transaktion sieht den Snapshot vom Transaktionsbeginn -- `SERIALIZABLE`: Strengste Isolation, verhindert Phantom Reads. -Solution2 nutzt den Standard `READ COMMITTED`. Das reicht fuer die meisten ERP-Operationen. - ---- - -## Karte 10 | Mittel -**Q:** Was ist der Unterschied zwischen einer PostgreSQL `SEQUENCE` und einem Auto-Increment? -**A:** In PostgreSQL gibt es kein echtes "Auto-Increment". Stattdessen: -- `SERIAL` / `BIGSERIAL`: Erstellt automatisch eine Sequence und setzt `DEFAULT nextval('seq_name')` -- `GENERATED ALWAYS AS IDENTITY`: Moderner Standard (PostgreSQL 10+), verhindert manuelle Werte -- `SEQUENCE`: Eigenstaendiges Datenbankobjekt, kann von mehreren Tabellen geteilt werden. -Solution2 nutzt haeufig eigene Counter-Tabellen statt Sequences, um Nummernkreise flexibler zu steuern. - ---- - -## Karte 11 | Mittel -**Q:** Wie funktioniert Soft-Delete in Solution2 und warum wird es verwendet? -**A:** Jede Solution2-Tabelle hat eine Spalte `valid` (BOOLEAN). Statt `DELETE FROM parts WHERE id = 42` wird `UPDATE parts SET valid = false WHERE id = 42` verwendet. Gruende: -- Referenzielle Integritaet bleibt erhalten (Foreign Keys zeigen noch auf den Datensatz) -- Historische Daten bleiben fuer Reports verfuegbar -- Versehentliches Loeschen ist reversibel. -**WICHTIG:** Bei SELECTs immer `WHERE valid = true` filtern! - ---- - -## Karte 12 | Mittel -**Q:** Welche Audit-Spalten hat jede Solution2-Tabelle? -**A:** - `created` (TIMESTAMP): Wann wurde der Datensatz erstellt -- `modtime` (TIMESTAMP): Letzte Aenderung -- `revisor` (INTEGER): ID des Benutzers der zuletzt geaendert hat -- `valid` (BOOLEAN): Soft-Delete Flag (true = aktiv, false = geloescht) -Diese Spalten werden automatisch von den T_Super-Methoden befuellt. Nie manuell setzen! - ---- - -## Karte 13 | Fortgeschritten -**Q:** Warum darf man Stammdaten (Artikel, Mitarbeiter, Adressen) NICHT per SQL-INSERT anlegen? -**A:** Solution2 erstellt beim Anlegen automatisch abhaengige Datensaetze: -- **Artikel**: Versionseintraege, Lifecycle, Lagerzuordnungen, Zusatzfeld-Defaults, Audit-Trail, Stuecklistenstrukturen -- **Mitarbeiter**: Gruppenzuordnungen, Berechtigungen, Passwort-Records, Personaldaten -- **Adressen**: Zahlungsbedingungen, Kommunikationseintraege, Rollenzuordnungen. -Ein SQL-INSERT erzeugt nur den Hauptdatensatz — die abhaengigen Daten fehlen, was zu Fehlern und inkonsistenten Zustaenden fuehrt. Richtig: Ueber Solution2-UI oder rtDataImport-Service. - ---- - -## Karte 14 | Fortgeschritten -**Q:** Was ist `T_Super` in Solution2? -**A:** `T_Super` ist die **Basis-Tabellenklasse** von der alle Tabellen-Klassen erben. Sie stellt gemeinsame Methoden bereit: -- `$select()`: Daten laden mit automatischer Schema/WHERE-Behandlung -- `$insert()`: Neuen Datensatz anlegen (setzt created, modtime, revisor automatisch) -- `$update()`: Datensatz aendern (aktualisiert modtime und revisor) -- `$delete()`: Soft-Delete (setzt valid = false). -Es gibt auch `T_SuperVersion` fuer versionierte Tabellen (z.B. Artikelstaemme mit Aenderungshistorie). - ---- - -## Karte 15 | Fortgeschritten -**Q:** Was darf man per SQL aendern und was nicht? -**A:** **Erlaubt (UPDATE):** -- Enterprise-Daten (Firmenstamm), SystemKey, DBStatus -- Nummernkreise zuruecksetzen (UPDATE nextnumber) -- Konfigurationstabellen (Warengruppen, Zusatzfelder) -- Passwort-Reset -**Erlaubt (DELETE/TRUNCATE):** -- Bewegungsdaten (Auftraege, Rechnungen) wenn sicher -**VERBOTEN (INSERT):** -- Artikel, Mitarbeiter, Adressen, Dokumente — immer ueber Solution2 UI oder Services! - ---- - -## Karte 16 | Fortgeschritten -**Q:** Wie behandelt Solution2 BLOBs (Binary Large Objects) in PostgreSQL? -**A:** BLOBs werden in der Tabelle `documentcontent` gespeichert (z.B. angehaengte PDFs, Bilder). Bei der Migration von FrontBase nach PostgreSQL gibt es zwei Strategien: -- **Phase-1 (Inline)**: BLOBs direkt mit den Daten importieren — einfach, aber langsam bei grossen DBs (> 2GB) -- **Phase-2 (Separat)**: Erst Struktur + Daten, dann BLOBs nachtraeglich importieren — empfohlen fuer Produktion. -PostgreSQL speichert grosse BLOBs via TOAST (The Oversized Attribute Storage Technique) automatisch komprimiert. - ---- - -## Karte 17 | Fortgeschritten -**Q:** Was ist TOAST in PostgreSQL? -**A:** TOAST (The Oversized Attribute Storage Technique) ist PostgreSQLs Mechanismus fuer grosse Feldwerte. Wenn ein Wert groesser als ca. 2kB ist, wird er automatisch: -1. Erst komprimiert (LZ-Kompression) -2. Wenn immer noch zu gross: In eine separate TOAST-Tabelle ausgelagert. -Das passiert transparent — fuer die Anwendung sieht es aus wie ein normales Feld. Relevant fuer Solution2s `documentcontent`-Tabelle mit grossen Anhaengen. - ---- - -## Karte 18 | Fortgeschritten -**Q:** Wie funktioniert die Fehlerbehandlung bei SQL-Operationen in Omnis? -**A:** ```omnis -Do lStmt.$execute(lParam) Returns #F -If not(flag true) - Calculate lCode as lSess.$lasterror - Calculate lText as lSess.$lasterrortext - OK message {SQL-Fehler [lCode]: [lText]} - Do lSess.$rollback() Returns #F -End If -``` -**Wichtig:** `#F` (flag) wird nach JEDER SQL-Operation gesetzt. `$lasterror` liefert den PostgreSQL-Fehlercode, `$lasterrortext` die lesbare Meldung. Bei Deadlocks (error code 40P01) kann ein Retry sinnvoll sein. - ---- - -## Karte 19 | Fortgeschritten -**Q:** Was muss man bei Docker-Deployments fuer die PostgreSQL-Verbindung beachten? -**A:** - `HostIP` in der INI muss der **Docker-Container-Name** sein (z.B. `postgres`), NICHT `localhost` oder `127.0.0.1` -- Alle Container muessen im gleichen Docker-Network sein (z.B. `senex-net`) -- `libpq.so` muss als Symlink im Omnis-Home-Verzeichnis existieren -- `pg_hba.conf` muss Verbindungen vom Docker-Netzwerk erlauben: `host all all 172.16.0.0/12 scram-sha-256` -- Session-Timeouts beachten: PostgreSQL schliesst idle Connections nach `idle_in_transaction_session_timeout` - ---- - -## Karte 20 | Fortgeschritten -**Q:** Wie prueft man in PostgreSQL langsame Queries und was bedeutet das fuer Solution2? -**A:** ```sql --- Slow Query Log aktivieren (postgresql.conf) -log_min_duration_statement = 250 -- Alles > 250ms loggen - --- Ausfuehrungsplan anzeigen -EXPLAIN ANALYZE SELECT * FROM orders WHERE valid = true AND status = 'A'; - --- Laufende Queries anzeigen -SELECT pid, now() - pg_stat_activity.query_start AS duration, query -FROM pg_stat_activity WHERE state = 'active'; -``` -**Typische Solution2-Bottlenecks:** Fehlende Indizes auf `valid`-Spalte, grosse JOINs ueber orders/orderitems ohne Einschraenkung, LIKE-Suchen ohne Index. diff --git a/edu/js/flashcards.js b/edu/js/flashcards.js index 189b018..4701b75 100644 --- a/edu/js/flashcards.js +++ b/edu/js/flashcards.js @@ -26,13 +26,10 @@ var Flashcards = { var total = decks.reduce(function(s, d) { return s + (d.card_count || 0); }, 0); var totalDue = decks.reduce(function(s, d) { return s + (parseInt(d.due) || 0); }, 0); - var h = '